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» zVisite Nr. 15, November 2015
ALTER UND RELIGION⁄
Zu Besuch in der Altersresidenz Egghölzli Bern

zVisite Nr. 15: klicken und PDF herunterladen Religion spielt bei uns keine Rolle. Ein überraschender Satz aus dem Mund eines Altersheimleiters. Gemeint war nicht, dass sich Menschen in der letzten Lebensphase nicht für Religion interessierten. Was der Mann sagen wollte: Alte Menschen nehmen es gelassener, Religion ist ihnen in der Regel Trost und Halt. Und nicht der Grund für Streit und Hass.
Das hat die Redaktion von «zVisite» interessiert. Wir wollten es genau wissen. Und verbrachten als beobachtende, fragende und zuhörende Journalistinnen und Journalisten zwei Tage in einer Altersresidenz. Wir sprachen mit Bewohnerinnen und Bewohnern, aber auch mit Pflegenden - oft Angehörige anderer Religionen -, mit der Seelsorgerin, dem Koch. Und merkten: Es gibt ihn, den Ort, wo Religionen ganz entspannt nebeneinander Platz haben. Dort nämlich, wo Menschen gelernt haben, dass nicht Kopftücher oder Kreuze zählen, sondern Menschlichkeit und Zuneigung. Dass Menschen mit zunehmendem Alter weiser und gelassener werden, ist keine Binsenwahrheit. Das belegt unterdessen auch die Wissenschaft.
Oder hat das «zVisite»-Team im Berner Egghölzli eine multireligiöse Ausnahmesituation gefunden? Sollte die entspannte Atmosphäre in dieser Altersresidenz etwa einmalig sein? Jedenfalls ist es ein Ort, wo Pflegende mit Kopftüchern akzeptiert sind, wo der Koch die Speisevorschriften seiner diversen Kostgänger kennt und berücksichtigt, wo die Katholikin ganz selbstverständlich mit den Reformierten über ihre Zweifel diskutiert. Wo die reformierte Seelsorgerin auch die jüdischen Bewohner besucht. Und wo Religiöse und Areligiöse zusammen Weihnachten feiern können.
Nicht grau haben wir den Besuch erlebt. Sondern bunt - wie den Alltag in unserer multireligiösen Gesellschaft.

» zVisite Nr. 14, November 2014
ERÖFFNUNG HAUS DER RELIGIONEN IN BERN ⁄
Es ist soweit!

zVisite Nr. 14: klicken und PDF herunterladen Die Horden des «IS», Islamischer Staat, die es sich auf die Fahnen geschrieben haben, der Welt das Kalifat zu bescheren, haben bewiesen, dass Religionen nicht so friedfertig sind, wie es ihre Kernbotschaften eigentlich vorsehen. Was den Dialog der Religionen betrifft, so ist nicht gerade Zuversicht angesagt. Während im Irak ein religiös motivierter Völkermord vorbereitet wird oder sich bereits abgespielt hat, öffnet am 14. Dezember das Haus der Religionen in Bern seine Tore. Ist das nun ein Hoffnungsschimmer oder doch eher eine gut gemeinte Alibiübung in der beschaulichen Schweiz, wo die Welt noch in Ordnung ist? Diese Fragen und die Überzeugung, dass eine interreligiöse Dialogplattform die Chance birgt, Gemeinsames zu entdecken und vermeintliche Hürden zu überwinden, hat die Redaktion von «zVisite» dazu bewogen, die diesjährige Ausgabe dem Haus der Religionen zu widmen. Sicher, Skepsis ist angesagt. Aber auch sehr viel Hoffnung, was Gespräche mit Jugendlichen beweisen. Die Religionsparty, zu der die Redaktion im Juni geladen hatte, steht im Mittelpunkt der «zVisite». Junge Erwachsene begegneten sich zum ersten Mal in sommerlicher Atmosphäre und führten entspannte Gespräche über Glauben oder Nichtglauben. Zuversichtlich stimmen Äusserungen wie «Ich glaube dies, du glaubst das, und beides ist okay», oder «Wenn es darum geht, andere Leute zu bekehren, bin ich weg.» Auch die Geistlichen der im Haus der Religionen vertretenen Religionsgemeinschaften freuen sich, nach über zehnjähriger Entstehungszeit endlich «ihre» Räume zu beziehen. Dennoch, es wird sich weisen, ob die Reli gionsvertreter die hohen Erwartungen der Jugendlichen nach Toleranz und Vielfalt im Alltag umsetzen können.
Das Redaktionsteam wünscht allen Beteiligten einen guten Start, auf dass das Haus in Bern weitere Nachahmer finde!

» zVisite Nr. 13, November 2013
ZWEIFLER, SKEPTIKER, TABUBRECHER ⁄
Ein innerreligiöse Debatte

zVisite Nr. 13: klicken und PDF herunterladen «Zweifel ist der Weisheit Anfang»: Als der Philosoph und Aufklärer René Descartes im 17. Jahrhundert diesen Satz in die Welt setzte, wurde er als «Gotteslästerer» verfolgt. Wer zweifelte und den Finger in die Wunden legte, rüttelte an der ewigen Wahrheit, an Gott, am Glauben, an der Kirche, war ein Störer und Ketzer. Heute wird in den meisten Religionen anerkannt, dass Glauben das Zweifeln einschliesst. Skeptische Gläubige werden als Treibsalz im Teig verstanden. Der Zweifel ist Schutzschild gegen Fanatismus. Nicht immer allerdings werden Tabubrüche und Ketzertum begrüsst: Sie machen schliesslich auch Machtstrukturen sichtbar.

Im Gespräch mit fünf «Ketzerinnen» und «Ketzern» spürt die Redaktion von «zVisite» heutige Tabuthemen in den Religionen auf: die Göttlichkeit – und damit Unantastbarkeit – von heiligen Schriften, die Sexualität, das Priesteramt für Frauen, die Konversion, also der Wechsel zu einer anderen Religion. Interessant ist, dass sich kritische Geister nicht selber als «ketzerisch» bezeichnen. Vielmehr ist jede und jeder überzeugt, wie frühere Reformer auch, nötige Reformen einzufordern oder gar zu bewirken. Der Hindupriester Sasikumar Tharmalingam ist «nicht revolutionär», der römisch-katholische Pater Josef Imbach hat «nichts Ketzerisches» gesagt, die reformierte Theologin Luzia Sutter Rehmann hat nur «die Bibel neu übersetzt». «Es braucht», so die muslimische Politikwissenschaftlerin Elham Manea, «in jeder Religion Kerngruppen, die etwas wagen». Dann kommt es darauf an, wie die Gemeinschaft darauf reagiert. Rabbiner Bea Wyler drückt es so aus: «Wer das Deutungsmonopol für sich in Anspruch nimmt, findet rasch Ketzer rund um sich.»
So werden Ketzer gemacht!

» zVisite Nr. 12, November 2012
NEHMEN SIE PLATZ! ⁄
Gespräche auf dem Sofa – ein innerreligiöser Dialog

zVisite Nr. 12: klicken und PDF herunterladen «Die interreligiöse Zeitung»: So nennt sich «zVisite» im Untertitel. Entsprechend widmeten sich die bisherigen elf Ausgaben denn auch Fragen des Dialogs zwischen den Religionsgemeinschaften. Doch gibt es sie wirklich, «die» Religionsgemeinschaften? Sind nicht die Unterschiede innerhalb einer Religionsgemeinschaft manchmal grösser als jene zwischen den Religionen? Könnte es sogar sein, dass die sogenannten Fundamentalisten einander über die Religionsgrenzen hinweg näherstehen als den Glaubensgenossen in der eigenen Religion, die bemüht sind, ihre Traditionen zu hinterfragen und der Zeit anzupassen? Beschränkt sich der Dialog zwischen Juden, Christen und Muslimen nicht sowieso auf diese liberalen Kräfte?

Alle diese Fragen waren Grund genug, für einmal das innerreligiöse Gespräch in den Mittelpunkt der «zVisite» zu stellen. Oft genug gehen sich die Exponentinnen und Exponenten der religiösen Pole aus dem Weg. Für «zVisite» trafen sie sich nun zu aufschlussreichen Sofagesprächen. Diese verliefen, wie erwartet, kontrovers, doch war trotz aller Differenzen auch die gemeinsame Grundlage des jeweiligen Glaubens zu erkennen. Es könnte durchaus sein, dass die äusseren Umstände in absehbarer Zukunft zu nochmals neuen Trennlinien führen werden. Immer mehr steht nämlich die Religion an sich im Brennpunkt der öffentlichen Debatte. Die Diskussion um die Knabenbeschneidung ist nur das neueste Beispiel dafür, dass durch den Glauben begründete Riten und Gebräuche vom wachsenden säkularen Teil der Gesellschaft grundsätzlich infrage gestellt werden. Es ist abzusehen, dass die Differenzen innerhalb und zwischen den Religionen und Konfessionen in den Hintergrund treten werden – zugunsten eines gemeinsamen Ringens um die Religionsfreiheit.

» zVisite Nr. 11, November 2011
GLAUBTE MAN FRÜHER ANDERS? ⁄
Generationen im Gespräch.

zVisite Nr. 11: klicken und PDF herunterladen Es wäre ja so einfach, wenn sich die religiöse Wirklichkeit in der Schweiz an klare Trends halten würde. Wenn man zum Beispiel davon ausgehen könnte, dass die Jungen sich heute weit weniger von den Verhaltensregeln ihrer religiösen Herkunft leiten lassen als ihre Grosseltern. Oder dass unterschiedliche Konfessionen bei der Partnerwahl keine Rolle mehr spielen. Die interreligiöse Zeitung «zVisite» machte die Probe aufs Exempel und lud gleich zweifach zum Gespräch: Einerseits sollten sich jüngere und ältere Personen derselben Religion über ihren Umgang mit dem Glauben austauschen, anderseits die Jungen unter sich, über die Grenzen der Religionen hinweg. Das Ergebnis ist differenziert und lässt sich nicht über einen Leisten schlagen: Zu viele gesellschaftliche und persönliche Faktoren beeinflussen sich wechselseitig. Und doch hinterlassen die Begegnungen unter dem Strich ein gutes Gefühl: allein schon dadurch, dass sie in Offenheit und gegenseitigem Respekt stattfinden konnten.

Interreligiöse Begegnungen sind für «zVisite» (Berndeutsch für «zu Besuch») Programm. Und so war es naheliegend, den Erscheinungstermin auf die «Woche der Religionen» abzustimmen, die sich gesamtschweizerisch als Fixpunkt von Dialog und Begegnung etabliert hat. Die elfte Ausgabe der interreligiösen Zeitung wird deshalb zwei Monate früher vertrieben als bisher. Auch freuen wir uns, neue Leserinnen und Leser in den Kantonen Zürich und Aargau begrüssen zu dürfen. Nichts geändert hat sich hingegen daran, dass die «zVisite»-Redaktion unabhängig arbeitet und mit der Herausgabe der Zeitung schlicht das Ziel verfolgt, multikulturelles und multireligiöses Leben in der Schweiz abzubilden: weder beschönigend noch niederreissend, weder nur in warmen Pastelltönen noch ausschliesslich schwarz-weiss.

» zVisite Nr. 10, Januar 2011
DER TOD IN DEN RELIGIONEN ⁄
Friedhöfe im Wandel. ⁄ Wie bestatten Muslime? ⁄ Rätselraten ums Sterben.

zVisite Nr. 10: klicken und PDF herunterladen In nichts unterscheiden sich die Religionen dieser Welt so sehr voneinander wie in den Vorstellungen vom Jenseits: davon, wie es nach dem Tod weitergeht. Deshalb gehören die Regeln rund um Bestattung und Grabgestaltung zu den zentralen Fragen jeden Glaubens. Schliesslich steht nicht weniger als das ewige Seelenheil auf dem Spiel. Nur wer den Tod als endgültiges Aus versteht – und das ist selbst in unserer säkularen Zeit gemäss Umfragen eine Minderheit der Bevölkerung –, braucht sich nicht darum zu kümmern, was dereinst mit seinem Leichnam geschieht. Wenn nun das Recht einzelner Religionsgemeinschaften auf Grabfelder und Bestattungsriten gemäss ihren Vorschriften vielerorts infrage gestellt oder gar verwehrt wird, ist dies im harmloseren Fall ein Zeichen von Ignoranz oder Gedankenlosigkeit. Es kann aber im Zuge des aufgeheizten politischen Klimas – das sich derzeit insbesondere gegen die Muslime richtet – auch als direkter Angriff auf die Fundamente der Religionsfreiheit verstanden werden. Grund genug, sich in der zehnten Ausgabe der interreligiösen Gemeinschaftsproduktion «zVisite» an das Tabuthema Tod zu wagen. Dabei geht es beileibe nicht nur um die Bedürfnisse von Minderheiten. Vielmehr zeigt es sich, dass der Umgang mit dem Unvermeidlichen auch bei der Mehrheitsgesellschaft einem starken Wandel unterliegt (S. 1–5).
Um Wandel und Konstanten geht es auch in eigener Sache: Das «zVisite»-Jubiläum bietet Anlass zu einer kritischen Würdigung von zehn Ausgaben (S. 6 + 7).

» zVisite Nr. 9, Januar 2010
FERTIG LUSTIG ⁄
Humor in den Religionen

zVisite Nr. 9: klicken und PDF herunterladen Den Menschen, die sich für den interreligiösen Dialog engagieren, ist Ende November das Lachen gründlich vergangen. Sie fühlten sich mitgetroffen von der Ohrfeige, die eine klare Mehrheit der Stimmenden der muslimischen Minderheit mit dem Minarettverbot verpasst hat. Und sie dürften als oft verspottete «Gutmenschen» wohl auch mitgemeint gewesen sein. Denn offensichtlich bildeten die Türmchen nur die Spitze eines Eisbergs. Zum Ausdruck kam ein breites Unbehagen, das auch über den Islam hinaus reicht. Es hat seine Wurzeln in einem Verlust an Heimatgefühl angesichts einer sich verändernden Bevölkerungsstruktur in der Schweiz. Und es führt zu Verbitterung und Verkrampfung.
Soll sich die interreligiöse Zeitung «zVisite» von der tristen Stimmung mitreissen lassen? Soll sie gar das Handtuchwerfen? Wir finden: Nein! In der Überzeugung, dass das friedliche Zusammenleben unter den Menschen mit unterschiedlichem religiösem und kulturellem Hintergrund nach dem 29.November 2009 erst recht ein anzustrebendes Ziel ist, wollen wir auch in der neunten Ausgabe der journalistischen Gemeinschaftsproduktion das Verbindende suchen, ohne das Trennende zu leugnen.
Zum Thema machen wir diesmal den Humor in den Religionen. Das ist durchaus eine ernste Sache - gleichzeitig hoffen wir, Ihnen bei der Lektüre auch ab und zu ein Lächeln zu entlocken. Und damit ein wenig zur Entkrampfung beizutragen.

» zVisite Nr. 8, Januar 2009
DAS NEUE WUNDER VON BERN ⁄
Sonderausgabe zum geplanten «Haus der Religionen»

zVisite Nr. 8: klicken und PDF herunterladen Bereits zum achten Mal erscheint die interreligiöse Koproduktion «zVisite». Mit dem «Haus der Religionen» wird in Bern versucht, in eine neue Dimension des interreligiösen Dialogs vorzustossen. Nicht nur miteinander reden und gemeinsam Feste feiern, sondern auch unter einem Dach beten – so lautet der innovative Anspruch. Ob dieses Wagnis letztlich gelingen wird, ist zum heutigen Zeitpunkt offen, und ob es überhaupt erstrebenswert ist, bleibt der Beurteilung jedes und jeder Einzelnen überlassen.

Wer sind die Menschen, die sich seit Jahren für das «Haus der Religionen» engagieren? Woher nehmen sie die Motivation, allen unvermeidlichen Rückschlägen zum Trotz durchzuhalten? Was bringt renommierte Architekten dazu, auf eigenes Risiko hin unzählige Arbeitsstunden zu investieren? Die achte Ausgabe der interreligiösen publizistischen Gemeinschaftsproduktion «zVisite» sucht nach Antworten.


» zVisite Nr. 7, Januar 2008
Wie sag ich's meinem Kinde? Religiöse Erziehung heute.

zVisite Nr. 7: klicken und PDF herunterladen Reizwörter wie Kreationismus, Weihnachtsspiel und Kopftuch in der Schule sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Wenn nun auch «zVisite» die religiöse Erziehung zum Thema macht, sollen derartige Fragen nicht ausgeklammert werden.
Das Schwergewicht der siebten Ausgabe der interreligiösen Gemeinschaftsproduktion bilden jedoch sechs neugierige Einblicke in Familien mit unterschiedlichem religiösem Hintergrund. Denn hier werden die Werte und Traditionen nach wie vor vermittelt, die dann in Schule und Gesellschaft aufeinandertreffen. Wie gewohnt, will «zVisite» aber nicht nur informieren, sondern auch dokumentieren und unterhalten. Dazu dienen Kinderbuchtipps und ein kniffliges Ratespiel.





» zVisite Nr. 6, Januar 2007
Seitenwechsel, Konversion, Übertritte

zVisite Nr. 6: klicken und PDF herunterladen Mit dem berühmten Satz «Jeder soll nach seiner Fasson selig werden» hat König Friedrich der Grosse von Preussen 1740 die Toleranz gegenüber andern Religionen ausgerufen. In der heutigen, multikulturellen Welt haben diese Worte eine neue Dimension dazugewonnen. Wohl ist es nach wie vor die Regel, dass ein Mensch in jener Religion «selig» wird, die ihm durch den Zufall der Geburt mitgegeben wurde. Aber es kann sich auch ergeben, dass sich jemand auf dem freien Markt der Ideen von einer andern Glaubensrichtung angezogen fühlt und zu dieser übertritt. Wer sich zu einem solchen Seitenwechsel entschliesst, tut dies nie leichtfertig. Dies zeigen die Lebensgeschichten von neun Personen, die in dieser Ausgabe zu lesen sind. Sie zeigen auch, dass KonvertitInnen keineswegs stets besonders starre Anhänger der neuen Religion werden, sondern sich hier auch ein Potenzial an Brückenbauern zeigt. Und wer wollte bestreiten, dass solche heute wichtiger sind denn je?

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» zVisite Nr. 5, Januar 2006
Was ist mir heilig?

zVisite Nr. 5: klicken und PDF herunterladen

Das Wort «heilig», einst für religiöse Belange reserviert, wird heute inflationär gebraucht, und das gefällt nicht allen. Ein launiger (elektronischer) Briefwechsel über Heiligtümer und Sakrosanktes unter den «zVisite»-RedaktorInnen macht den Anfang dieser spannenden Ausgabe.
Dann wird der Frage nachgegangen, was denn verschiedenen Menschen heilig ist? Mit Statements aus der Klubgarderobe, dem Kinderzimmer, der Studierstube und dem Werbeatelier...
«zVisite» unterhält sich weiter mit schriftgelehrten Frauen über die Bedeutung heiliger Bücher (Bibel, Mischna, Koran), hält einen kleinen Knigge der Religionen bereit, der interreligiösen Fauxpas vorbeugt und ruft schliessliche aus: «Heiliger Strohsack!» Was haben Israel und Islam gemeinsam?




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» zVisite Nr. 4, Januar 2005
Typisch! Nachdenken über Vorurteile

zVisite Nr. 4: klicken und PDF herunterladen Haben Sie Vorurteile? Sagen Sie nicht Nein – denn das menschliche Gehirn kommt gar nicht darum herum, die komplexe Wirklichkeit in Kategorien einzuteilen. Oder haben Sie wirklich noch nie gedacht: «Typisch Frau!», «typisch Mann!» oder auch «typisch schweizerisch!»? Was zunächst einmal ein ganz normaler psychologischer Mechanismus ist, kann aber im Zusammenleben zu grossen Problemen führen. Denn eine Kategorisierung wird dem Einzelfall nie gerecht. Mag eine solche Abstempelung für das Opfer eines Appenzellerwitzes noch harmlos sein, hat sie für eine Person mit einer bestimmten Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit vielleicht fatale Auswirkungen. Wenn zum Beispiel Jugendliche bei der Lehrstellensuche nicht nach ihrer Qualifikation, sondern nach der Endung ihres Familiennamens beurteilt werden, muss uns dies zu denken geben. Dazu will die vierte Ausgabe der interreligiösen Gemeinschaftsausgabe «zVisite» einen Beitrag leisten.

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» zVisite Nr. 3, Januar 2004
Zu Tisch!

zVisite Nr. 3: klicken und PDF herunterladen Viele Menschen hinterfragen ihre Essgewohnheiten kaum mehr – es gibt aber auch solche, die sich bei der Auswahl und Zubereitung ihrer Nahrung von sehr genauen Regeln leiten lassen. Da sind zum Beispiel die Vegetarierinnen, die Kalorienbewussten und die Zuckerkranken. Da sind aber auch jene, die sich an religiös bestimmte Vorschriften halten: Der fleischlose Freitag der KatholikInnen gehört mancherorts noch heute zur Tradition. Viel einschneidender sind jedoch die Speisegesetze der praktizierenden Musliminnen und Juden. Welche sind die Regeln, an die sich Gläubige verschiedener Religionen und andere bewusste Esser halten? Welche Speisen stehen bei ihnen zu besonderen Gelegenheiten auf dem Tisch? – Solche Fragen waren der Ausgangspunkt der grossen multikulturellen Tafel, die für «zVisite» arrangiert wurde. Der Bericht über das grosse Gastmahl bildet den Schwerpunkt dieser Ausgabe. Ergänzt wird er durch weitere Beiträge zu Gastfreundschaft und Gastronomie.

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» zVisite Nr. 2, Januar 2003
Ortstermin. Wie leben Angehörige der verschiedenen Religionen und Konfessionen im Alltag zusammen?

zVisite Nr. 2: klicken und PDF herunterladen Es ist eine Tatsachee, dass unsere Gesellschaft multikultureller und damit auch multireligiöser geworden ist. Dass viele Menschen dadurch verunsichert sind, hat nicht erst der knappe Ausgang der letzten SVP-Asylinitiative gezeigt. Doch wie wirkt sich der unterschiedliche Hintergrund der Menschen, welche einander Tag für Tag in der Schule, in der Fabrik, im Spital oder auf dem Fussballplatz begegnen, aus? Wie nehmen sie sich gegenseitig wahr? Ihnen, nicht den Gelehrten und Experten, soll für einmal das Interesse gelten. Wir machten uns auf die Suche nach Spuren gelingenden Zusammenlebens. Mit Überraschungen darf gerechnet werden.






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» zVisite Nr. 1, Januar 2002
Besuche zur Horizonterweiterung - interreligiöser Dialog im Klartext

zVisite Nr. 1: klicken und PDF herunterladen Das inhaltliche Motto «zVisite» gilt für die Angehörigen aller drei «abrahamitischen Religionen». Derartige «Visiten», die das gegenseitige Kennenlernen fördern, aber auch gegenseitige Vorurteile erkennen und hinterfragen lassen, sind seit den tragischen Ereignissen des 11. September 2001 besonders wichtig. Der Theologe, Philosoph und Publizist Hektor Leibundgut, äusserte sich in einer Kolumne im «saemann» über Christentum, Judentum und Islam. Diesen drei Religionen gehe es «um Wahrheit, um Gerechtigkeit, um das rechte Leben, letztlich um das Heil». Deshalb sei es heute ihre Aufgabe, "so miteinander in Austausch zu treten, dass Gerechtigkeit entsteht und Frieden». Für diese Ausgabe besuchte daher der Reformierte eine Moschee, die Muslimin die Synagoge, die Jüdin besuchte die Christkatholiken und die Römisch-Katholische ging in die Beiz – Besuche zur Horizonterweiterung, interreligiöser Dialog im Klartext.

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» Gemeinsame Ausgabe von Saemann, Pfarrblatt, Christkatholisches Kirchenblatt und JBG-Forum, Januar 2001
Augenblick

Gemeinschaftsausgabe: klicken und PDF herunterladen «Augenblick» lautet denn das Thema dieser Ausgabe. Ein bestimmter Zeitpunkt als verbindendes Glied zwischen verschiedenartigen Menschen. Um Lebensläufe soll es gehen. Um die Frage, weshalb wir so leben, wie wir leben, und was das, was wir in einem bestimmten Augenblick tun, mit unserer Geschichte zu tun hat. Wir haben zehn Frauen und Männer – junge und ältere, Seeländerinnen und Oberländer, konfessionell verwurzelte und kirchlich abstinente – exakt am selben Tag und just zur selben Zeit portraitiert: Am Freitag, 1. Dezember, um 15.18 Uhr hielten FotografInnen und AutorInnen einen Moment in deren Leben fest und suchten nach Spuren in Vergangenheit und Zukunft. «Jeder Augenblick ist von der Ewigkeit gleich weit entfernt», schrieb der deutsche Schriftsteller Wolfgang Hildesheimer. Dies als kleiner Denk-Anstoss vor der Lektüre.

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